Das Thema des Seminars war: "Politische Einblicke rund um Jerusalem" - ein sehr umfangreiches, aber sehr interessantes Thema.
Natürlich tauschten wir uns reichlich über unsere ersten Wochen in unseren Projekten aus und bekamen einen kleinen Überblick von der Arbeit der anderen, mit all den Vorteilen aber auch Problemen in den Einsatzstellen. Insgesamt hatten wir eine Menge Spaß und bekamen viele neue Eindrücke und Informationen bezüglich der Konfliktsituation hier in Israel, vor allem war es auch einfach mal eine Abwechslung zum normalen Arbeitsalltag.
Unser Seminar wurde von einer Referentin begleitet, die uns zum Einstieg erst durch einen Vortrag alle wichtigen Hintergrundinformationen zum Konflikt schilderte.
Am nächsten Tag führte sie uns zuerst durch die Jerusalemer Altstadt, zum Tempelberg und zur Klagemauer, wo wir einen ganz besonderen Moment miterleben durften:
An der Klagemauer beteten Reformjüdinnen, die wie die jüdischen Männer eine Kipa und einen Gebetsschal tragen. Sie wollen in der Religion als gleichberechtigt angesehen werden und auch solche jüdischen Symbole wie die Männer tragen dürfen. Bis vor einigen Monaten war es ihnen gesetzlich verboten an der Klagemauer zu beten, doch nach der Wiederaufnahme der Gerichtsverhandlungen gelang es ihnen, ihre Rechte durchzusetzen. An diesem Tag war das 25-jährige Jubiläum dieser Frauen, wodurch viele dieser Frauen zur Klagemauer kamen um religiöse Lieder zu singen und zu beten. Da die (ultra)orthodoxen Juden dies überhaupt nicht mit ihrer Sichtweise vereinbaren können, gab es dementsprechenden Widerstand. Zur Sicherheit der Frauen waren junge Armeedienstleistende eingesetzt.
Vor der Seite der Frauen waren auch männliche Sympathisanten die kräftig mitsangen, dahingegen machten die orthodoxen Juden viel Lärm.
Danach gingen wir ins jüdische Viertel, wo wir unter anderem auch eine Synagoge besichtigten.
Am Nachmittag hatten wir eine ganz besondere politische Führung zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Wir fuhren zur Mauer in Ostjerusalem, wo wir auch aufgesprengte Teile der Mauer entdeckten: Versuche der Flucht aus Palästina nach Israel. Wo einst eine der Hauptverkehrsstraßen Ostjerusalems war, ragt nun eine gewaltige Mauer mitten auf der Straße empor. Um auf die andere Seite der Mauer zu gelangen, brauchten wir rund zwanzig Minuten Fahrt mit dem Bus. Um ein oder zwei Meter voran zu kommen.
Außerdem fuhren wir durch eine der größten israelischen Siedlungen in Palästina, die auf mich den Eindruck einer riesigen Hotelanlage machte. Bepflanzte Mittelstreifen auf den Straßen, Kreisverkehre mit Springbrunnen und Rasen - und das mitten in der Wüste. Auf der einen Seite eine großartige Leistung, betrachtet man aber auf der anderen Seite die generelle Wasserknappheit in Israel ist das doch eher befremdlich. Zudem war ich mir vorher nicht bewusst wie groß die Siedlungen sind, wenn man bei 300.000 Einwohnern überhaupt noch von einer Siedlung reden kann.
Gerade von diesem Teil des Seminars konnte ich viel neues lernen, es zeigte mir, wie gegenwärtig der Konflikt ist.
Auf dem Rückweg nach Kiryat Tivon zusammen mit den Tabgha-Volontären machten wir DEN Ausflug, bei dem sich so gut wie jedes Mädchen egal wo direkt heimisch fühlt: wir fuhren nach IKEA!
Am nächsten Tag führte sie uns zuerst durch die Jerusalemer Altstadt, zum Tempelberg und zur Klagemauer, wo wir einen ganz besonderen Moment miterleben durften:
An der Klagemauer beteten Reformjüdinnen, die wie die jüdischen Männer eine Kipa und einen Gebetsschal tragen. Sie wollen in der Religion als gleichberechtigt angesehen werden und auch solche jüdischen Symbole wie die Männer tragen dürfen. Bis vor einigen Monaten war es ihnen gesetzlich verboten an der Klagemauer zu beten, doch nach der Wiederaufnahme der Gerichtsverhandlungen gelang es ihnen, ihre Rechte durchzusetzen. An diesem Tag war das 25-jährige Jubiläum dieser Frauen, wodurch viele dieser Frauen zur Klagemauer kamen um religiöse Lieder zu singen und zu beten. Da die (ultra)orthodoxen Juden dies überhaupt nicht mit ihrer Sichtweise vereinbaren können, gab es dementsprechenden Widerstand. Zur Sicherheit der Frauen waren junge Armeedienstleistende eingesetzt.
Vor der Seite der Frauen waren auch männliche Sympathisanten die kräftig mitsangen, dahingegen machten die orthodoxen Juden viel Lärm.
Danach gingen wir ins jüdische Viertel, wo wir unter anderem auch eine Synagoge besichtigten.
Am Nachmittag hatten wir eine ganz besondere politische Führung zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Wir fuhren zur Mauer in Ostjerusalem, wo wir auch aufgesprengte Teile der Mauer entdeckten: Versuche der Flucht aus Palästina nach Israel. Wo einst eine der Hauptverkehrsstraßen Ostjerusalems war, ragt nun eine gewaltige Mauer mitten auf der Straße empor. Um auf die andere Seite der Mauer zu gelangen, brauchten wir rund zwanzig Minuten Fahrt mit dem Bus. Um ein oder zwei Meter voran zu kommen.
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| Der Blick auf eine israelische Siedlung |
Außerdem fuhren wir durch eine der größten israelischen Siedlungen in Palästina, die auf mich den Eindruck einer riesigen Hotelanlage machte. Bepflanzte Mittelstreifen auf den Straßen, Kreisverkehre mit Springbrunnen und Rasen - und das mitten in der Wüste. Auf der einen Seite eine großartige Leistung, betrachtet man aber auf der anderen Seite die generelle Wasserknappheit in Israel ist das doch eher befremdlich. Zudem war ich mir vorher nicht bewusst wie groß die Siedlungen sind, wenn man bei 300.000 Einwohnern überhaupt noch von einer Siedlung reden kann.
Gerade von diesem Teil des Seminars konnte ich viel neues lernen, es zeigte mir, wie gegenwärtig der Konflikt ist.
Auf dem Rückweg nach Kiryat Tivon zusammen mit den Tabgha-Volontären machten wir DEN Ausflug, bei dem sich so gut wie jedes Mädchen egal wo direkt heimisch fühlt: wir fuhren nach IKEA!


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