Sonntag, 19. Januar 2014

Weihnachten und Silvester

Am Sonntagabend vor Heiligabend veranstalteten wir Volontäre eine kleine Weihnachtsfeier mit Eran und seiner Familie, den israelischen Volontären und einigen Workshopleitern.
Bereits am Vortag kochten und backten wir alle fleißig, sodass wir uns ein richtiges Festmahl gezaubert hatten: neben Flädlesuppe, selbstgebackenem Brot und Tomatenbutter zur Vorspeise gab es ganz traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen, Königinpastete und Rotkohl zur Hauptspeise. Später, nachdem wieder etwas Platz in unseren Mägen war, genossen wir die verschiedenen Backvariationen: Linzer Torte, Äpfel im Schlafrock, Lebkuchen, Pfeffernüsse und Brownietorte.
Wie es an Weihnachten so üblich ist, gab es natürlich auch eine kleine Bescherung mit Orly unserem Weihnachtsengel (eine israelische Volontärin), die uns unsere Wichtelgeschenke überreichte. Und auch Eran hatte kleine lustige Aufmerksamkeiten für jeden von uns bereit gelegt.
Zudem sangen und spielten wir viele Weihnachtslieder. Die Weihnachtsfeier lohnte sich sehr, ein kleines Weihnachtsgefühl schlich sich bei mir ein und auch die israelischen Volontäre waren begeistert von ihrer ersten Weihnachtsfeier.

Am Heiligabend und am 1.Weihnachtstag bekamen alle zwölf Volontäre zusammen frei, also fuhr der Großteil von uns nach Jerusalem.
Dort trafen wir uns mit einigen anderen Volontären von meiner Organisation und gingen zusammen in ein gutes Restaurant, wo wir ein gutes und gemütliches Weihnachtsessen hatten und uns über Neuigkeiten austauschten. Danach gingen wir weiter zur Erlöserkirche, die deutsche evangelische Kirche, in die Christmette, die sehr nett durch das mehrsprachige Vorlesen (deutsch, englisch, hebräisch und arabisch) der Weihnachtsgeschichte gestaltet war. Direkt im Anschluss machten sich alle gemeinsam nach einer kurzen Tee- und Plätzchenpause auf den langen und anstrengenden Weg nach Bethlehem. Das hört sich zunächst sehr besonders und vielleicht sogar etwas romantisch an, war es aber nicht. Statt, wie wir uns vorgestellt hatten, über Hirtenfelder zu laufen, wanderten wir an der Straße entlang bis zum Checkpoint nach Bethlehem. Vor allem die Durchquerung des Checkpoints durch Drehkreuze und Sicherheitsschleusen war alles andere als weihnachtlich. Doch auf der anderen Seite der Mauer tauchte man plötzlich in eine Art Weihnachtswelt ein. Die Häuser und die Straßenbeleuchtungen waren mit Weihnachtslichtern geschmückt und angekommen am Platz an der Geburtskirche fanden wir einen riesigen Weihnachtsbaum.
Nach einer kurzen Andacht und der Besichtigung der Geburtskirche mit Geburtsgrotte machten wir uns auf den Rückweg nach Jerusalem (inzwischen war es schon halb 4 morgens), wo wir nochmal eine Stunde zur Central Bus Station liefen und dort auf unseren Bus zurück nach Hause warteten. Letztendlich lagen wir um 9 Uhr morgens in unseren Betten, dort verbrachten wir auch den ganzen restlichen Morgen und Mittag. Nachmittags machten wir ein kleines Weihnachtskaffee, mit selbstgebackenen Plätzchen aus Deutschland.




An Silvester fuhren wir nach Tel Aviv und feierten dort auf unserer Hostel-Terrasse zusammen mit anderen Volontären ins neue Jahr, bevor wir zum Strand und zum Aussichtspunkt in Jaffo liefen und den Ausblick auf Tel Aviv bei Nacht genossen.






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